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Florida allgemein
Florida ist der 27. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, hat ungefähr 13 Millionen Einwohner und die Hauptstadt heißt Tallahassee. Der Name Florida leitet sich von einer historischen Begebenheit ab. Im Jahre 1513 wurde der heutige Bundesstaat vom spanischen Eroberer Ponce de Leone entdeckt. Es war Ostern, deshalb ersann de Leon den Namen "pascua florida", was soviel wie "Fest der Blumen" heißt. Wie an anderen Orten auch, begann damit eine blutige Zeit, in der sich die Spanier, die Franzosen und die Briten immer wieder gegenseitig das Land abnahmen. Alle ursprünglich in Florida lebenden Indianer wurden mit der Zeit ausgerottet. 1821 verkauften die Spanier Florida an die vereinigten Staaten. 1845 trat Florida der Union mit ungefähr 80'000 Einwohner bei. Während dem Bürgerkrieg paktierte es mit den Konföderierten, von grösseren Schlachten blieb das Land aber verschont. Dann begann die grosse Aufbauzeit, welche Florida zum heute grössten Ferienland der Welt machte. GeographieFlorida ist der südlichste Staat der USA. Key West, der südlichste Punkt der kontinentalen USA (southernmost point), ist nur einen "Katzensprung" vom real existierenden Sozialismus - wir sprechen von Kuba - entfernt, nämlich 90 Meilen Luftlinie. Die Grösse Floridas beträgt ca. 97'000 km2, also etwa von der Grösse Englands und Wales zusammen. KlimaDie Sonne scheint das ganze Jahr über, mit Temperaturen, die zwischen 'ziemlich warm' und 'sehr warm' liegen. Selten gehen sie im Winter im Norden des Landes auf 10 Grad zurück. Normalerweise schwanken sie um 15 Grad. Sie steigen an, je weiter südlich man kommt, und es kann leicht sein, dass Key West im Januar 24 Grad verzeichnet. Im Sommer ist es natürlich warm, so bis 35 Grad. Die Meeresbrise wirkt in den Küstengebieten aber als natürliche Klimaanlage, so ist es auszuhalten. Das Wasser rund um Florida ist, teilweise durch den Golfstrom, das ganze Jahr über angenehm warm. Im Sommer herrscht eine grosse Luftfeuchtigkeit. Die ideale Reisezeit Am angenehmsten ist es in Florida in der Zeit vom November bis Mitte Juni. Danach fängt die grosse Hitze an. Ab August bis Oktober muss mit Hurrikans gerechnet werden. Hochsaison ist in Florida übrigens in der Zeit von Weihnachten bis Ende April. Die Hotelpreise sind in der Regel dann doppelt so teuer wie zum Beispiel im Sommer. Am angenehmsten und günstigsten sind daher die Monate November und Mai. Da sind die Preise billig, es herrscht angenehm warmes Wetter und es ist mit keinen Hurrikans zu rechnen.
USA allgemein
Der Durchschnitts-Amerikaner Allgemein gelten die Amerikaner als unkompliziert, freundlich und hilfsbereit. Es ist einfach, mit ihnen in Kontakt zu kommen, sehr schnell werden die Adressen getauscht. Bemerkenswert ist es, dass viele Amerikaner eine äusserst optimistische Grundstimmung haben, sie finden sofort alles 'great', 'marvellous' und 'phantastic'. Oft mutet die Höflichkeit als reine Floskel an, etwa wenn als Begrüssungsformel 'How are you?' - 'Thank you, fine' verwendet wird. Grundverkehrt wäre es, hinter solchen Redewendungen ein ernsthaftes persönliches Interesse zu vermuten. Am besten ist es, dem Gegenüber immer zu bekunden, es gehe einem 'great', auch wenn es gar nicht so ist. Erwarte niemals von einem Durchschnitts-Amerikaner, dass er irgendetwas weiss, was über seinen Gartenzaun hinaus geht. Dies hat uns ein in Florida lebender Inder erzählt, welcher über diese Gegebenheit ziemlich frustriert ist. Es ist aber auch nicht weiter erstaunlich, da in den Nachrichten (ausser vielleicht CNN) fast ausschliesslich über lokale Geschehnisse berichtet wird. Man muss froh sein, wenn man wenigstens die ganz schlimmen Dinge, welche im Ausland passieren, mitbekommt. Aus diesem Grunde wird besagter Durchschnitts-Amerikaner die Schweiz auch immer mit Schweden verwechseln. Einreise Bürger aus den deutschsprachigen Staaten benötigen einen noch mindestens sechs Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültigen Reisepass. Seit 1989 gibt es keine Visumspflicht mehr für Personen, die nicht länger als 90 Tage in den USA weilen und deren Rück- oder Weiterreise feststeht (Flugticket). Bei der Immigration (i.d.R. am Flughafen, wo man als erstes in den USA landet) muss ein Formular ausgefüllt werden, welches der Zollbeamte entgegennimmt und einen Teil davon dann wieder in den Pass heftet. Dieses Teil wird dann bei der Ausreise herausgenommen. So kann kontrolliert werden, ob die jeweilige Person die USA verlassen hat oder nicht. Hier ist übrigens der erste Ort in den USA, wo man sich beim Schlange stehen üben kann. Vor allem an Flughäfen und Sehenswürdigkeiten wird man dann noch oft die Gelegenheit dazu haben. Flug-RückbestätigungEin 'OK' auf dem Flugticket bedeutet nicht, dass der Platz in der Maschine gesichert ist. Deshalb ist es bei allen Airlines unbedingt notwendig, den Rückflug mindestens 72 Stunden vor der Abreise rückbestätigen zu lassen. In den meisten Fällen kann man die Rückbestätigung schon direkt nach der Ankunft im Flughafen vornehmen. Pauschalreisenden wird diese Arbeit i.d.R. von der örtlichen Reiseagentur abgenommen. Inlandflüge Wer mehrere Inlandflüge geplant hat, sollte sich unbedingt 'Coupon Air Passes' beschaffen. Diese Gutscheine sind sehr günstig zu Hause zu kaufen und berechtigen innerhalb einer bestimmten Zeit zu einer bestimmten Anzahl Flüge. Auf Inlandflügen herrscht generelles Rauchverbot. Bis 30 Minuten vor Abflug kann eingecheckt werden. Danach werden die Plätze weitervergeben. Vor allem die amerikanischen Fluggesellschaften überbuchen ihre Flüge regelmässig, da nicht immer alle reservierten Plätze beansprucht werden. Dies kann dazu führen, dass vor dem Einsteigen Freiwillige gesucht werden, welche auf den Flug verzichten. Dies kann für die bereitwilligen Personen sehr interessant sein, da sämtliche entstehenden Kosten für den Aufenthalt übernommen werden. Zusätzlich werden Gutscheine für Gratisflüge abgegeben (nebst dem normalen Flug, welchen man selbstverständlich nach wie vor zu Gute hat). Wer also nicht in Eile ist, kann so manchmal zu günstigen Übernachtungen und Gratisflügen kommen. Führerschein Für die Dauer von einem Jahr wird in den USA bei Westeuropäern der nationale Führerschein akzeptiert, dies gilt in der Regel auf für Mietwagen. Um allen Eventualitäten aus dem Wege zu gehen, sollte man sich aber vorsorglich einen internationalen Führerschein besorgen, den die zuständigen Behörden zu Hause ausstellen. Wer dies nicht möchte, sollte zumindest eine Übersetzung seines Ausweises mit sich führen. Diese kann man sich bei Automobilclubs besorgen. Benzin / TankstellenIn den USA unterscheidet man neben Diesel zwischen Regular oder Normal (87 Oktan), Plus oder Mid Grade (89 Oktan) und Premium, Super, Supreme, High Test oder Ethyl (92 Oktan), die es bleifrei (unleaded) und - nur noch selten - verbleit (leaded) gibt. Wenn wir mit dem Mietauto unterwegs sind, tanke ich eigentlich immer Regular, welches das billigste Benzin ist. Bezahlen kann man auch mit Reisechecks oder der Kreditkarte. Dann ist aber manchmal ein kleiner Zuschlag zu entrichten. Selbsttanken ist rund 10 % billiger als der Tankservice, Trinkgelder für den Tankwart sind unüblich. Geschwindigkeitsbegrenzung Im allgemeinen gilt: 50 - 70 Meilen / Stunde auf der Autobahn, innerorts zwischen 25 und 45 Meilen (m/ph). Wenn Du Dich daran hältst, wirst Du bemerken, dass beinahe alle anderen an Dir vorbeiziehen. Aus diesem Grunde kannst Du Dich ziemlich unbesorgt an die Geschwindigkeit des Mitverkehrs anpassen. Solange Du nicht schneller fährst, kann Dir eigentlich nicht viel passieren. StoppschildNatürlich muss man an der weissen Linie stoppen und nach allen Seiten schauen. Wenn kein anderes Auto zu sehen ist, dann darf man fahren. Falls man aber einem Stoppschild begegnet, welches eine Zusatztafel '4 way' trägt, dann halte nicht den ganzen Verkehr mit dem Versuch auf, herauszufinden, wer nun Vortritt hat. Hier geht es nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt bzw. fährt zuerst. AmpelAuch in den USA muss man bei Rot anhalten. Aber im Unterschied zu uns darf man im Normalfall bei dieser Farbe nach rechts abbiegen. Nur wenn an der Ampel ein Schild mit der Aufschrift 'no turns on red' angebracht ist, sollte man es besser unterlassen. XingAuf den Strassen trifft man immer wieder auf diese Abkürzung (z.B. Verkehrsschilder, am Boden). Aber verflucht noch mal, was heisst es denn? Es dauerte eine ganze Weile, bis ich darauf kam, die Antwort ist aber ganz einfach -> crossing !!! StromDie USA haben eine Netzspannung von 110 / 115 Volt Wechselstrom. Es ist also unsinnig, Elektrogeräte mitzunehmen, welche nicht dementsprechend umgestellt werden können. Wegen der amerikanischen Flachstecker ist ausserdem ein Adapter notwendig, den man sich am besten vor dem Reiseantritt im Fachhandel beschafft. Infos beschaffen In vielen Geschäften und bei Zeitungskästen liegen gratis Broschüren auf, in welchen auf Attraktionen, Geschäfte, Restaurants usw. aufmerksam gemacht wird. Dies ist eine gute Informationsquelle, wo meist auch noch Bons beiliegen, mit denen man Geld sparen kann (z.B. billiger im Restaurant essen). So sind wir schon oft auf tolle Geschäfte und Restaurants gestossen. Alkohol Du darfst hier zwar schon mit 16 Jahren autofahren, aber erst mit 21 Alkohol trinken. Am Strand und auch sonst in der Öffentlichkeit ist der Konsum von Alkohol verboten. Mit Bussgeld wird nicht lange gefackelt. Zur Vermeidung von Missverständnissen empfiehlt es sich daher, gekaufte Dosen und Flaschen in den Papiertüten (brown bagging) zu lassen, in denen man Dir die erstandene Ware eingepackt hat. KaffeeIn den normalen Restaurants ist der Kaffee irgend so ein dünn gebrühtes, braunes Gesöff. Dafür bekommt man ihn literweise umsonst nachgeschenkt. In letzter Zeit gibt es aber immer mehr spezialisierte Coffee-Shops, in denen man wie in Europa frisch gebrühten Kaffee erhält. Klimatisierte RäumeWas mich immer wieder unendlich in Amerika nervt, sind die unglaublich tief herunter gekühlten Lokalitäten. So muss man im Restaurant grundsätzlich immer lange Hosen und eine Jacke anziehen, wenn man nicht erfrieren will. Bei 30 Grad im Freien würde es doch völlig reichen, wenn drinnen eine angenehme Temperatur von vielleicht 23 Grad herrschen würde. Aber die Amerikaner verbrauchen lieber viel Energie, um die Räume auf antarktische Temperaturen herunter zu kühlen. Aus diesem Grunde immer daran denken, eine Jacke zum Essen mitzunehmen. Telefonieren Lokale Telefongespräche sind in der Regel gratis. Wenn man aber nach Europa telefonieren will, kann es sehr teuer werden. Aus diesem Grunde ist es am besten, sich eine Telefonkarte im Heimatland oder in den USA (z.B. bei der Post oder im '7Eleven') zu besorgen, sogenannte 'prepaid cards'. Mit diesen Karten kann man von jedem Telefon aus (auch Hotel) nach Hause telefonieren (warum hatte E.T. eigentlich nicht eine solche?). Das ist der einfachste und vor allem der billigste Weg. Pro Minute kostet es dann ungefähr 1 - 2 Dollar. Man kann natürlich auch die Kreditkarte benutzen, aber das ist sehr teuer (ca. $5 pro Minute). Bevor man ohne Karte vom Hotel telefonieren will, sollte man sich unbedingt nach den Kosten erkundigen. Sonst gibt es bezüglich Preis eine ganz böse Überraschung! TrinkgeldIn der Regel sind weder Steuer noch Trinkgeld auf den Preisen im Restaurant eingeschlossen. Auf der Rechnung wird die Steuer zwar dann ausgewiesen und addiert, das Trinkgeld aber nicht. Es wird erwartet, dass man dem Kellner einen 'Tip' (Trinkgeld heisst in den USA so) von 15 - 20 Prozent überlässt. Das Bedienpersonal ist darauf angewiesen, verdient ein Kellner im Schnitt pro Stunde doch nur ca. $2.50. Auch Taxifahrer, Friseure usw. erhalten durchschnittlich 15 % Trinkgeld. Einem Gepäckträger sollte man pro Gepäckstück $1.00 zahlen. Ein Zimmermädchen sollte pro Tag $2.00 erhalten. Vielfach holt man sich an der Bar selber etwas ab. Dennoch sollte man dem Barkeeper pro Getränk etwa 50 Cent überlassen. Den Boys, welche einem beim Hotel oder Restaurant den Wagen einparken, sollte man $2.00 - $3.00 (gesamthaft) geben. In Fastfood-Restaurants und ähnlichen Einrichtungen gibt man kein Trinkgeld. Du siehst, fast überall muss man Trinkgeld entrichten. Aus diesem Grunde ist es zu empfehlen, immer eine gewisse Anzahl $1-Noten mit sich zu führen. |
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